Rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC)
Damit personenbezogene Daten und sensible Geschäftsinformationen nur für berechtigte Mitarbeitende zugänglich sind, setzt Intric eine strikte rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) ein. Dieses System ist zentral für die Erfüllung der DSGVO-Anforderungen an Datenminimierung und Datenschutz durch Technikgestaltung.
Übergeordnete Berechtigungsstruktur
Intrics Berechtigungsmodell ist hierarchisch aufgebaut für maximale Flexibilität und Sicherheit:
- Organisation/Workspace: Die oberste Ebene, auf der übergreifende Einstellungen und Benutzerverwaltung erfolgen.
- Spaces: Logische Gruppierungen (z. B. Abteilungen oder Projekte), in denen der Zugriff auf Gruppenebene gesteuert wird.
- Sammlungen: Bestimmte Ordner oder Themenbereiche innerhalb eines Space, in denen Dokumente gespeichert werden.
Definierte Rollen
Die Berechtigungen von Nutzern in der Plattform werden durch ihre zugewiesene Rolle bestimmt. Rollen können sowohl auf Organisationsebene als auch für bestimmte Spaces zugewiesen werden, um Zugriff und Funktionalität zu steuern. Für Rollen innerhalb eines Space:
| Rolle | Beschreibung | Wichtige Funktionen |
|---|---|---|
| Owner | Inhaber/Administrator der Organisation. | Volle Kontrolle über Organisationseinstellungen, Benutzerverwaltung, Gruppen, SSO-Konfiguration und Abrechnung. |
| Creator | Ersteller von Inhalten / Mitwirkender. | Kann Dokumente hochladen, Inhalte in Sammlungen erstellen und verwalten sowie vollständig mit KI-Assistenten arbeiten. |
| User | Endnutzer / Leser. | Kann suchen, Dokumente lesen und KI-Assistenten Fragen stellen, aber keine Daten hochladen, ändern oder löschen. |
Spaces und Sammlungen: Granulare Kontrolle
Die Zugriffskontrolle in Intric basiert auf dem Need-to-know-Prinzip. Das wird durch granulare Steuerung auf Space- und Dokumentenebene umgesetzt.
- Spaces als Zugangsgrenze: Der Zugriff wird gesteuert, indem bestimmte Nutzer oder Gruppen in einen Space eingeladen werden. Ein Nutzer, der kein Mitglied eines Space ist, kann dessen Dokumente, Suchergebnisse und die mit dem Space verknüpften Assistenten nicht sehen.
- Private Spaces: Für besonders sensible Informationen (z. B. Führungsdokumentation oder bestimmte HR-Belange) können private Spaces angelegt werden. Sie sind für alle unsichtbar außer für die ausdrücklich eingeladenen Mitglieder.
- Sammlungen für die interne Struktur: Innerhalb jedes Space können Dokumente in Sammlungen organisiert werden. So haben Administratoren einen klaren Überblick, wo welche Informationstypen liegen, und es wird sichergestellt, dass der richtige Inhalt vom richtigen Assistenten verarbeitet wird.
Sicherheitsklassifizierung: Steuerung auf Modellebene
Zusätzlich zu den Nutzerberechtigungen nutzt Intric die Sicherheitsklassifizierung, um Datenflüsse auf Systemebene zu steuern. So kann eingeschränkt werden, welche KI-Modelle von bestimmten Assistenten genutzt werden dürfen.
- Modellgrenzen: Administratoren können Assistenten klassifizieren (z. B. „Sensible HR-Daten“ vs. „Öffentliche Informationen“). Ein Assistent mit hoher Sicherheitsklassifizierung kann so konfiguriert werden, dass nur bestimmte Modelle genutzt werden, die die höchsten Compliance-Anforderungen deiner Organisation erfüllen.
- Datenminimierung bei der Verarbeitung: Durch die Steuerung der Modellauswahl stellst du sicher, dass sensible Informationen niemals an ein Modell oder einen Unterauftragsverarbeiter gesendet werden, der für diesen Datentyp nicht genehmigt ist.
Technische Sicherheitsgrenzen
Intrics Architektur stellt sicher, dass die Zugriffskontrolle auf allen Ebenen durchgesetzt wird. Für ein Gesamtbild der Technik:
- API-Validierung: Jeder Aufruf an die Datenbank oder ein KI-Modell wird anhand der aktuellen Berechtigungen des Nutzers validiert. Fehlt die Berechtigung für ein bestimmtes Dokument, wird es nie in den Kontext des KI-Modells einbezogen.
- Anmeldeschutz: Über die SSO-Integration (z. B. Entra ID) werden deine internen Sicherheitsrichtlinien abgebildet, inklusive Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und bedingtem Zugriff.
- Logische Isolierung: Auch wenn mehrere Spaces in derselben Organisation existieren, sind Suchindizes und Speicher so strukturiert, dass Suchen niemals Ergebnisse außerhalb des Berechtigungsbereichs des Nutzers liefern.
Konfiguration und Audit
Zur Unterstützung der Compliance bietet Intric Werkzeuge zur Überprüfung und Steuerung des Zugriffs:
- Berechtigungsübersicht: Im Kontrollpanel können Administratoren genau sehen, welche Nutzer Zugang zu welchen Spaces haben.
- Audit-Logs: Das System protokolliert kritische Ereignisse wie Rollenänderungen, Datenlöschung und Dokumentenexport. Das schafft die Nachverfolgbarkeit, die in einer DSFA oft gefordert wird.
Best Practices für die Zugriffskonfiguration
Wir empfehlen für eine sichere Einrichtung:
- Prinzip der geringsten Rechte: Weise Creator- oder Owner-Status nur denen zu, die tatsächlich Daten verwalten müssen. Nutze User als Standard für die meisten Nutzer.
- Spaces strategisch nutzen: Lege für sensible Bereiche (z. B. HR, Führung oder bestimmte Kundenprojekte) getrennte Spaces an, statt einen großen gemeinsamen Space für die gesamte Organisation. So lassen sich auch Export, Löschung und automatische Löschung einfacher DSGVO-konform umsetzen.
- RBAC mit Sicherheitsklassifizierung kombinieren: Nutze die Sicherheitsklassifizierung für deine Assistenten, damit die sensibelsten Daten immer von den sichersten Modelloptionen verarbeitet werden.