OAuth-Tools

Transparenz ist für uns bei Intric zentral. Damit bestimmte Tools funktionieren (z. B. das Abrufen von Dokumenten aus SharePoint) muss der Nutzer eine persönliche Integration verbinden. Hier beschreiben wir Schritt für Schritt, wie der Datenfluss funktioniert, wenn ein Assistent ein Integrations-Tool verwendet.

Der Prozess von deiner Nachricht bis zu einer fertigen Antwort findet im Zusammenspiel zwischen der Intric-Plattform, dem für den Assistenten gewählten Sprachmodell und der API des Anbieters (z. B. Microsoft Graph) statt. Intric agiert stets als Vermittler — das Sprachmodell kontaktiert den Anbieter nie direkt.

Schritt für Schritt: So werden deine Daten verarbeitet

Alle Übertragungen zwischen Intric und externen Anbietern erfolgen über sichere, verschlüsselte Verbindungen.

Schritt 1 — Nutzer interagiert mit Intric im Browser

Der Nutzer schreibt eine Nachricht an einen Assistenten, der ein oder mehrere OAuth-Integrations-Tools konfiguriert hat (z. B. SharePoint).

Daten, die an Intrics Server gesendet werden:

  • Die Nachricht des Nutzers
  • Chatverlauf
  • Eventuelle Anhänge

Beispiel: „Fasse das Dokument ‘Q1-Bericht’ aus unserem SharePoint zusammen."

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Datenaustausch und Privatsphäre

Intric wendet das Prinzip der Datenminimierung an. Bei OAuth-Integrationen gibt es zwei separate Datenschutzüberlegungen — Daten werden sowohl an das Sprachmodell als auch an die API des Anbieters gesendet. Nachfolgend siehst du genau, welche Daten in den jeweiligen Schritten geteilt werden.

Intric ↔ Sprachmodell (LLM)

An den LLM gesendetNicht an den LLM gesendet
  • Die Nachricht des Nutzers und der Gesprächsverlauf
  • Tool-Definitionen — Name, Beschreibung, Parameter
  • Ergebnisse der API des Anbieters (z. B. Dokumentinhalt)
  • Zugriffstoken und Refresh-Token
  • Personenbezogene Daten des Nutzers in Intric, der mit dem Assistenten interagiert, sofern diese nicht in der Nachricht an den Assistenten enthalten sind:

    • Name
    • E-Mail
    • IP-Adresse
    • Organisationszugehörigkeit

Intric ↔ Anbieter-API

An den Anbieter gesendetNicht an den Anbieter gesendet
  • Zugriffstoken (im Header des Aufrufs)
  • Die vom Sprachmodell angegebene Aktion und die Parameter (z. B. Dateiname oder Suchanfrage)
  • Der ursprüngliche Prompt des Nutzers im Volltext
  • Chatverlauf
  • Anhänge (sofern sie nicht Teil des Tool-Aufrufs sind)
  • Organisationszugehörigkeit
  • Tokens für andere Integrationen

Authentifizierung und Berechtigungssteuerung über OAuth

Intric verwendet OAuth 2.0, um Nutzer mit Drittanbieterdiensten zu verbinden. Jeder Nutzer authentifiziert sich direkt beim Anbieter und genehmigt die erforderlichen Berechtigungen — Intric sieht oder verarbeitet das Passwort des Nutzers nie.

Token-Verwaltung auf Individualebene

Wenn ein Nutzer die Verbindung genehmigt hat, speichert Intric einen Zugriffstoken und einen Refresh-Token pro Nutzer und Integration. Tokens werden mit Fernet-Verschlüsselung (AES-128-CBC) verschlüsselt, bevor sie in die Datenbank geschrieben werden, und werden nur im Arbeitsspeicher in dem Moment entschlüsselt, in dem sie für einen API-Aufruf benötigt werden. Kein Token wird im Klartext gespeichert und jeder Token ist an einen einzelnen Nutzer gebunden — es gibt keine geteilten oder organisationsweiten Tokens.

Wenn ein Zugriffstoken abläuft, verwendet Intric automatisch den gespeicherten Refresh-Token, um einen neuen Zugriffstoken vom Anbieter anzufordern. Der neue Token wird verschlüsselt und ersetzt den alten. Der gesamte Prozess läuft ab, ohne dass der Nutzer sich erneut anmelden muss.

Berechtigungssteuerung basierend auf dem Nutzer

Jeder Zugriffstoken ist mit dem individuellen Nutzerkonto beim Anbieter verknüpft und trägt genau die Berechtigungen, die der Nutzer im externen Dienst besitzt. Das bedeutet, dass wenn Intric die API des Anbieters mit diesem Token aufruft, der Anbieter nur den Inhalt zurückgibt, auf den der jeweilige Nutzer zugriffsberechtigt ist. Wenn ein Nutzer beispielsweise nur Leserechte für bestimmte SharePoint-Seiten hat, kann Intric keine Inhalte von Seiten abrufen, für die der Nutzer keine Berechtigung hat. Die Berechtigungssteuerung erfolgt vollständig auf der Seite des Anbieters — Intrics Integration hat keine technische Möglichkeit, die Berechtigungen oder den Zugriff des Nutzers zu ändern, zu erweitern oder anderweitig zu beeinflussen.

Datenspeicherung und -löschung

Tokens werden verschlüsselt auf Intrics Servern in Schweden gespeichert, solange die Integration aktiv ist. Wenn ein Nutzer eine Integration trennt, werden alle Tokens sofort gelöscht.

Der Gesprächsverlauf, in dem Integrations-Tools verwendet wurden, unterliegt denselben Löschregeln wie andere Assistenten.

🔍 Mehr im Artikel lesen Aufbewahrungsrichtlinie für Assistenten

Administratoren können die Nutzung des Dienstes über das Auditprotokoll verfolgen, sofern dieses aktiviert ist.

🔍 Mehr im Artikel lesen Audit-Log
Aktualisiert am